22.
Juni bis 23 Juli

Liebevoll, Hingebungsvoll, Launisch, Sensibel, Fürsorglich
Die Krebs-Katze ist die Schoßkatze überhaupt. Sie lässt sich gern in den Arm nehmen, halten und streicheln. Man kann dieser Katze gar nicht zu viel Liebe angedeihen lassen. Sie schnurrt unaufhörlich und zeigt Ihnen ihre Hingabe und Loyalität von morgens bis abends.
Sie folgt Ihnen überall hin. Wenn Sie am Morgen duschen, wird die Krebs-Katze bei Ihnen im Badezimmer sitzen. Da die meisten Krebs-Katzen dazu neigen, alles nachzuahmen, was sie sehen, wird sich die Katze möglicherweise sogar auf der Badmatte putzen, während Sie duschen.
Wenn Sie anschließend in die Küche gehen, folgt Ihnen die Krebs-Katze auf den Fersen. Ihr Schnurren wird in Erwartung des Frühstücks zunehmend lauter. Kaum hat sie ihr Fressen hinuntergeschlungen, werden Sie kaum noch dazu kommen, die Zeitung zu lesen, weil die Krebs-Katze auf Ihren Schoß springt oder versucht, Ihre Aufmerksamkeit zu erregen, indem sie mit der Pfote auf den Sportteil einschlägt.
Sobald Sie zur Arbeit aufbrechen wollen, sitzt sie neben der Wohnungstür und hofft, noch ein paar Mal zärtlich von Ihnen gestreichelt zu werden, bevor Sie gehen. Dann verbringt sie den Rest des Tages zufrieden ausgebreitet auf dem Fenstersims und nimmt die Sonnenstrahlen in sich auf. Neben dem Austausch von Zärtlichkeiten gehören Nickerchen zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.
Die Krebs-Katze weiß genau, wann Sie abends nach Hause kommen und wird neben der Wohnungstür auf Ihre Rückkehr warten. Sie begrüßt Sie mit viel Miauen und Beinreiben. Jetzt sollten Sie in der Babysprache mit ihr reden, denn die Krebs-Katze blüht bei diesen warmen, gurrenden Lauten regelrecht auf.
Darf die Krebs-Katze ins Freie, wird sie immer in der Nähe des Hauses bleiben. Sie genießt die Annehmlichkeiten der Wohnung viel mehr als die Jagd auf Vögel im Garten.
Wenn Sie das Abendessen zubereiten, besteht Ihr einziges Problem darin, nicht über Ihre Katze zu stolpern – sie läuft Ihnen nicht deshalb zwischen die Beine, weil sie hungrig wäre, sondern weil sie in Ihrer Nähe sein will. Es wird zwar nicht leichter sein, aber Sie sollten ihr unbedingt beibringen, sich von der Küche fern zu halten, damit Sie nicht eines Tages über sie stolpern.
Beim Fernsehen oder bei der abendlichen Lektüre dürfen Sie getrost davon ausgehen, dass die Krebs-Katze auf Ihrem Schoß liegen und gestreichelt werden will. Wenn Sie dann bettreif sind, hat sie sich bereits auf Ihrem Kopfkissen eingerollt.
Obwohl die Krebs-Katze im Allgemeinen ruhig und entspannt ist, neigt sie auch zu Launenhaftigkeit. Es mag Zeiten geben, in denen sie aus Gründen, die nur sie kennt, keine Lust hat, zu schnurren oder auf Ihren Schoß zu springen, wenn Sie das gerade möchten. Aber solche Momente kommen nicht allzu häufig vor.
Die Krebs-Katze mag keine lauten Stimmen, besonders dann nicht, wenn sie ihr gelten. Es bringt Ihnen nichts, dieses sensible, emotionale Katze anzuschreien. Sie wird sich dadurch nur von Ihnen zurückziehen, höchstwahrscheinlich an ihr geheimes Versteck hinter dem Trockner.
Die Krebs-Katze vergisst nichts – niemals. Besonders nicht die Spritze, die sie beim Tierarzt bekam. Sie weiß, eine Ausfahrt im Auto bedeutet, dass ein Süßholz raspelnder, weiß gekittelter Mensch eine Nadel in sie stoßen wird. Wenn Sie sie nicht in einen Transportkorb stecken, wird sie sich in Ihrem Auto in eine Wildkatze verwandeln.
Kontaktfreudigkeit:
Wenn Sie Besuch bekommen, wird die Krebs-Katze die Gäste nicht an der Haustür begrüßen, wie sie es bei Ihnen macht. Sie mag keine Fremden und wird sich wahrscheinlich zurückziehen, bis Ihre Gäste wieder gegangen sind.
Vielleicht können Sie sie mit sanftem Zureden aus Ihrem Versteck locken – aber nur für wenige Augenblicke. Sobald die Krebs-Katze spürt, da. Was immer Sie tun, bedrängen Sie die Krebs-Katze nicht, sonst könnte es zu Füßen Ihrer Gäste zu einem peinlichen Hygieneunfall kommen.
ss einer Ihrer Gäste kein Katzenmensch ist, flitzt sie aus dem Raum
Zeit zum Spielen:
Die Krebs- Katze braucht nicht viel Spielzeug zu ihrem Glück. Alles, was sie will, sind ein paar weiche, knuddelige Spielsachen, die sie herumwirbeln und neben denen sie sich ausstrecken kann.
Sie bevorzugt einfaches Spielzeug: ein Wollknäuel oder auch eine zerknüllte Zeitungsseite. Ein Spielzeug mit Katzenminzefüllung bringt die einfältige Seite ihrer Persönlichkeit zutage, aber erwarten Sie nicht, dass sie sich allzu albern verhält. Das ist nicht ihr Stil.
Eigenarten:
Die Krebs-Katze ist buchstäblich mondsüchtig. Mehr als alle anderen Katzen wird die Krebs-Katze vom Mond beeinflusst, denn astrologisch gesehen wird sie von ihm regiert.
So kann sie unter Umständen abends auf uns ab tigern und winselnd und heulend an der Tür kratzen, um nach draußen zu kommen. Es hilft nicht, sie auszuschelten. So verhält sie sich eben während des Vollmonds. Lassen Sie sie in Ruhe, dann wird sie schon bald wieder so normal, süß und liebevoll wie immer sein.
Gesundheit:
Die Krebs-Katze ist ungeheuer sensibel, darum neigt sie zu Magenproblemen, die durch Stress oder Angst verursacht werden – aber nur, wenn sie in einem spannungsreichen Haushalt lebt. Schreien sich die Familienmitglieder an oder streiten sie viel, kann sich etwas von dieser Stimmung auf die Katze übertragen, die sich dann gern unter dem Bett versteckt. Das führt auf Dauer zu Erkrankungen des Magen – Darm – Trakts einschließlich Magengeschwüren.
Nichts lässt die Krebs-Katze schneller altern als Stress. Große Veränderungen, beispielsweise der Umzug in ein neues Haus, werden von ihr nicht leicht bewältigt. Uns sie leidet, wenn Sie häufig für längere Zeit unterwegs sind und sie solange in ein Pflegeheim kommt.
Menschliche Gefährten:
Die Krebs-Katze will immer geliebt werden, darum braucht sie ständig gutes Zureden von ihrem Besitzer. Sie fühlt sich nur in einer häuslichen Umgebung sicher, in der eine entspannte und liebevolle Atmosphäre herrscht. An eine Familie, bei der eine Aufregung die andere jagt, kann sie sich nicht gewöhnen.
Kinder:
Die Krebs-Katze mag Kinder, vor allem die Aufmerksamkeit und das Gekraultwerden. Sie fühlt sich wohler mit Kindern, die sanft sind, weil sie nicht gern rauft. Diese Katze lässt sich wahrscheinlich von Ihren Kleinen Kleider anziehen, ohne sich allzu sehr dagegen zu wehren.
Die Krebs-Katze scheint Kinder besser zu verstehen als die meisten anderen Katzen. Genauer gesagt verfügt die Krebs-Katze über eine erstaunliche Fähigkeit, mit Babys und Kleinkindern zu kommunizieren. Wenn ein Kind im Kindergartenalter von seinen Eltern gescholten wurde, schlendert diese Katze instinktiv zu ihm und bietet ihren Trost an.
Freunde und Partner:
Nach dem ersten Schock, den ein neues Haustier immer er bereitet, begrüßt die Krebs-Katze do gut wie jedes Tier in der Familie, besonders eines, neben dem sie sich nachts einrollen kann.
Die Krebs-Katze pflegt und versorgt fast jedes Neugeborene. Sie haben sicher schon Fotos gesehen, auf denen eine Katze kleine Küken bemutterte. Mit größter Wahrscheinlichkeit handelte es sich dabei um eine Krebs-Katze. Katzen, die in diesem Sternzeichen geboren wurden, haben den angeborenen Drang, für alle Jungtiere zu sorgen, die das zulassen.
Der beste Kumpel für eine Krebs-Katze ist ein Haustier mit demselben Sternzeichen. Sie werden sich eng anfreunden. Der kleine Nachteil ist, dass beide um Ihre Aufmerksamkeit buhlen werden.
Andere geeignete Sternzeichen sind der Stier – aufgrund seines liebevolle3n Naturells – und die Fische – wegen ihrer zärtlichen Persönlichkeitsstruktur. Vermeiden Sie Zwilling – Geborene, denn sie werden mit ihren Verrücktheiten die Krebs-Katze nur verwirren.
Die Krebs-Katze liebt es:
Wenn ihr Besitzer zärtlich süße Nichtigkeiten in ihr Ohr flüstert.
Mit den Pfoten über einen angelaufenen Badezimmerspiegel zu streichen.
Dem Klang der Stille zu lauschen.
Die Tränen auf dem Gesicht eines traurigen Kindes aufzulecken.
Eine Katze im Vatikan:
In typischer Krebs-Manier spendete eine süße, kleine, rot – graue Katze namens Micetto Papst Leo XIII. Trost und Freude.
Micetto wurde im Vatikan geboren – in der Raphael – Loggia – und durfte mit Erlaubnis des Papstes, der die Hingabe und Zuneigung der Katze liebte, in der Sixtinischen Kapelle frei herumlaufen.
Die Katze und Papst Leo, ein Fische – Geborener, gaben astrologisch gesehen das perfekte Paar ab. Überall gingen sie gemeinsam hin. Micetto saß leise zwischen den Falten der Robe des Papstes, wann immer seine Heiligkeit ihm eine Audienz gewährte.
Kurz bevor Papst Leo 1903 starb, schenkte er sine geliebte Katze dem am Vatikan akkredierten Botschafter Chateaubriand, weil er wusste, dass Micetto bei ihm gut aufgehoben sein würde.
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